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Kommune21: Die Grenzen der Assistenzen
In „Die Grenzen der Assistenzen“ beschreibt Holger Kreis, Geschäftsführer von Civic Patches, die in der Debatte oft vernachlässigten Grenzen für KI in der Verwaltung.
Der Beitrag beginnt bei den OZG-Jahren. Damals wurde oft das Formular digitalisiert, der Vorgang dahinter aber nicht. Ein Antrag konnte formal vollständig und für die Entscheidung trotzdem unbrauchbar sein. Die Arbeit landete im Posteingang. Dort setzten Beschäftigte den Sachverhalt aus Freitexten, PDFs und Anlagen zusammen und übertrugen ihn von Hand ins Fachverfahren.
Genau hier kann KI helfen. Eine KI-gestützte Antragsstrecke erkennt schon beim Ausfüllen, welche Angaben und Nachweise fehlen, und fragt gezielt nach. Der Sachverhalt kommt geordnet in der Sachbearbeitung an.
Damit wächst die Versuchung, der KI auch mehr zu übertragen, als sie darf. Wo sie aufhören muss, regelt das Verwaltungsverfahrensgesetz. Nach § 35a VwVfG ist ein vollständig automatisierter Verwaltungsakt nur zulässig, wenn eine Rechtsvorschrift das erlaubt und weder Ermessen noch Beurteilungsspielraum besteht. Wo abgewogen werden muss, entscheidet der Mensch.
Bei der Entwicklung von beantragt.ai haben wir uns an dieser Grenze orientiert.
Der Beitrag steht mit freundlicher Genehmigung des Fachmagazins Kommune21 als PDF zur Verfügung. Quelle: Kommune21, Ausgabe 09/2026, S. 20 und 21.